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Startseite > Neuigkeiten 13.11.2018
Pflege

Sommerfest im Pflegeheim

Einmal wieder auf die Kirmes gehen                          

Das dritte Ausbildungsjahr der Berufsfachschule Altenpflege gesteltete erfolgreich das Sommerfest des Alten- und Pflegeheims der Bodenburgallee 51                          

 

 

„Als ich jung war, gab es nur eine ganz kleine Kirmes... wir waren trotzdem immer da, obwohl wir kein Geld hatten", lacht eine 85-Jährige Dame. „Damals gab es Boxbuden auf dem Jahrmarkt, da konnte man sich als junger Mann mal so richtig verdreschen lassen", schmunzelt ein älterer Mann. Dies sind nur zwei der vielen fröhlichen Erinnerungen, die wir als Altenpflegeklasse beim Sommerfest des Pflegeheimes Bodenburgallee 51 erzählt bekamen. Denn in diesem Jahr hatten wir die einzigartige Möglichkeit ein Sommerfest genau nach unseren Wünschen zu gestalten und an die Bedürfnisse dementiell Erkrankter anzupassen. 

Thema: Kirmes
Der Weg dahin war nicht immer leicht und nicht immer ließ sich alles so organisieren wie es gedacht war. Seitdem die Heimleitung Anfang des Jahres mit der Idee an uns als Klasse herangetreten war, liefen wir zur Höchstform auf. In Anbetracht der Tatsache, dass wahrscheinlich nicht nur Personen mit Demenzerkrankung teilnehmen werden, sondern auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen, sowie deren Angehörige und (Enkel)Kinder, musste das Thema ein wahrer Allrounder sein. Gemeinsam mit unserer Klassenlehrerin überlegten wir und schließlich fiel unsere Wahl auf das Thema: Kirmes. Passend dazu brauchten wir nun also Beschäftigungsangebote, Essensvorschläge und Dekorationsideen. Es wurde nachgedacht, vorgeschlagen, ausprobiert, verändert und zum Teil wieder verworfen, bevor wir eine genaue Vorstellung von dem hatten, was wir anbieten wollten. Am Ende fiel die Wahl auf das allseits bekannte Dosenwerfen, Mandala Malen (die einlaminiert als Türschilder benutzt werden können), Lebkuchenherzen wie auf dem Rummel selbst beschriften und ein Entenangeln mit Keschern. Immer in Kontakt mit den Beschäftigungstherapeuten legten wir schließlich gemeinsam den Ablaufplan für den 15. August 2013 fest, an dem das Fest stattfinden sollte. Während unsere Planung nun stand, nutzten wir die Zeit, um uns um Gewinne für unsere Spiele zu kümmern. Viele Apotheken und Gesundheitsunternehmen, sowie ein Restaurant spendeten kleine Gewinne, die wir an die Teilnehmer des Festes weitergeben konnten. 

 

 

Bewohner tanzen Walzer
Das Fest selbst startete mit wunderbarem Sonnenschein. Die Teilnehmer starteten mit einem gemeinschaftlichen Kaffee und Berlinern, wobei wir Schüler und die Bewohner uns schon einmal „beschnuppern" konnten. Als die Tassen geleert waren und die letzten klebrigen Finger gewaschen, starteten wir mit unseren Angeboten, immer begleitet von einer vom Haus gebuchten Blaskapelle. Viele Bewohner erzählten während des Festes von eigenen Erlebnissen auf dem Jahrmarkt und ließen es sich zum Teil nicht nehmen, einen flotten Walzer zu tanzen. Obwohl der Regen die Veranstaltung bereits um fünf Uhr beendete, war das Fest ein voller Erfolg. Unsere Angebote waren gut genutzt worden und die Gewinne waren auch gut angekommen. Die Planung war zwar anstrengend gewesen, doch die Reaktion der Bewohner und der Dank der Bodenburgallee waren es wert und wir hoffen, dass auch unsere nachfolgenden Klassen diese unglaubliche Möglichkeit bekommen, das Gelernte im Beschäftigungsfeld auch praktisch umsetzen zu können, denn wegen des Pflegenotstandes ist dies in unserem Berufsfeld nur selten möglich.

Text: Henrike Haueisen/Schülerin der B7AL3
Fotos: Jutta Fischer

 

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BBS 3  -  03.09.2013